"Sie haben Fragen rund um Pilates? Auch Sie haben Sie die Möglichkeit Ihre Frage zu stellen!"
Ich freue mich Ihre Anfrage! Ihre Andrea Spitzer

INTERVIEW mit Andrea Spitzer
"Was halten Sie vom Pilates Reformer Training?"
Pilates ist weit mehr als nur der Reformer!
Die meisten Menschen kennen seit dem "Reformer- Boom" den Reformer.
Aber Pilates ist viel mehr als nur der Reformer.
Zuerst sei erwähnt daß das Pilates Mattentraining das Fundament im Pilates ist. Auf der Matte werden gezielt Basis Pilates Übungen, die Pilates Prinzipien, anatomische Körperschule, sowie Pilates- Technik erlernt.
Alle Pilates Grundübungen gehen vom Mattentraining aus, und münden in das Gerätetraining.
Auch im Pilates Reformer Training werden zahlreiche Matten Basis- Übungen trainiert und modifiziert, hinzu kommt das Handling des Geräts.
Deshalb ist das Mattentraining die beste Voraussetzung für effektives und sicheres Gerätetraining!
Als Gedanke kann man es mit dem Erwerb eines Autoführerscheins vergleichen: Zuerst erlerne ich den Umgang des PKW´s danach das Fahren mit Anhänger.
Joseph Pilates hat den Reformer ursprünglich zur Rehabilitation von Verletzten entwickelt. Der Reformer ist ein Bestandteil des ganzen Pilates Bewegungssystem, er deckt nicht alle Komponenten ab und hat deshalb kein Höherstellungsmerkmal.
Das Pilates Reformer Training sollte unter fachlicher Anleitung in kleinen Gruppen, und mit max. 6 Teilnehmern stattfinden, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.
Im Pilates gibt es eine Vielzahl verschiedener Groß- und Kleingeräte- das eine tut was das andere nicht kann.
Da gibt es die Pilates Spring Wall, den Spine Corrector, Chair, Barrel, Cadillac ... (Mehr Info in Kürze)
Kommen wir zur Pilates Spring Wall. Die Spring Wall ist wie das Mattentraining ein anderes Niveau, mit Federzügen, äußerst vielseitig, außergewöhnlich anspruchsvoll, mit einem großen Fokus auf Kraft des gesamten Körpers, dazu Körperbeherrschung, Koordination und Balance.
Und da gibt es den Spine Corrector, der Wirbelsäulen- Fehlstellungen z.B. Skoliose, Hyperlordose, Flachrücken, Rundrücken etc. korrigieren kann, und eine Vielzahl von Pilates Übungen vereinfachen oder anspruchsvoller gestalten kann.
Es gibt eine Vielzahl von Pilates Kleingeräten wie: Circle, Rolle, Toning Balls, Pole, Flex Band, usw...
Das wichtigste zum Schluß:
Achten Sie auf die Qualität des Pilates Trainings!
Pilates ist "Detail- Arbeit" :
• die Berücksichtigung des Gesundheitsstands des Teilnehmers
• die Vermittlung der Pilates- Prinzipien
• sowie Sicherheits- und Techniktraining
stellen sicher, das es sich um ein qualitatives und effektives Pilates Training handelt.
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"Ist Pilates auch etwas für Männer?"
Das Pilates Trainingssystem wurde selbst von einem Mann nämlich Joseph Pilates (geb. in Mönchengladbach) entwickelt, und eignet sich ausgezeichnet für Männer.
Da Pilates unter Berücksichtigung der Pilates Prinzipien eine zielführende Sportart ist, bietet dieses Training zahlreiche Vorteile, welche man allein aus Fußballtraining, Hanteltraining, Radfahren, Joggen etc. nicht ziehen kann.
Diese Sportarten bringen zwar Kraft und Gruppendynamik, aber auch verkürzte Muskulatur und dadurch einschränkende Fehlhaltungen und erhöhtes Verletzungsrisiko.
Die Erfahrung zeigt das selbst Profifußballer Pilates für mehr Leistungssteigerung durch Stärkung der Tiefenmuskulatur und Beweglichkeit im Training erfolgreich integrieren.
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"Ist Pilates auch in der Schwangerschaft geeignet?"
Dieser Frage gehen ein paar wichtige Informationen voraus:
Der Körper ist während der Schwangerschaft anderen Herausforderungen ausgesetzt als ein Nicht- schwangerer Körper. Der schwangere Körper benötigt in dieser besonderen Phase auch ein besonderes Training. D.h. jedes Training sollte zielorientiert und nicht kontraproduktiv sein.
Grundsätzlich sollte ermittelt werden ob eine medizinische Kontraindikation besteht oder sich im Laufe der Schwangerschaft entwickelt (das diagnostiziert der Gynäkologe)
Im 1. Trimester ist bei den meisten Frauen noch keine große Bauchrundung sichtbar, jedoch ist wichtig hier auf übermäßige Anstrengung (Kontraktionen) zu verzichten, da das Risiko von Fehlgeburten im ersten Trimester höher ist.
2. Trimester: weil der Bauch runder wird, es ist wichtig auf Übungen zu verzichten, bei denen man längere Zeit auf dem Rücken liegt, um die Blutversorgung des Fötus (Druck auf Vena cava) nicht zu beeinträchtigen. Bauchlage geht hier in den seltensten Fällen und sollte auch nicht aufgesucht werden. Mit der Rundung des Bauches verändert sich auch die Statik des Körpers, hier kann das Gleichgewicht beeinträchtigt sein, so das man bei stehenden Übungen vorsichtig sein sollte, und ggf. Hilfsmittel wie Wand oder Stuhl, etc. einsetzen kann. Um den Gewichtszuwachs zu komprimieren empfiehlt sich ein sanftes kräftigendes Training. Mobilität ist hier sehr wichtig.
3. Trimester: Es wird allgemein empfohlen, in dem letzten Trimester sanfter zu trainieren und sich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Im Training sollte eine Koordination von Anspannung und Entspannung, integrierte Atemübungen im Alltag, Beckenbodenübungen (loslassen) und sanftes Dehnen und Entspannung des Beckenbodens im Fokus sein.
Nun komme ich zur Antwort:
Schaut man nun auf die besonderen Gegebenheiten eines schwangeren Körpers, kann man klar sagen das ein Pilates Training mit klassischen Pilates Übungen wie z.B. Roll Up, Roll- Over, Swan Dive, AB- Series auch Preps etc. (andernfalls handelt es sich nicht um Pilates) sich nicht in der Schwangerschaft eignet - außer für Pilates- Kenner mit Erfahrung und Absprache, bis zum 4.-5. Monat.
Man kann z.B. einen pränatalen Kurs besuchen unter Einfluß einiger Pilates Prinzipien und Übungen, hier sind Kenntnisse im Umgang mit Schwangeren erforderlich.
Das Pilates Reformer Training eignet sich auf Grund mehrerer Faktoren in der Schwangerschaft nicht:
- das Gewicht des Wagens (oder Schlitten) plus Last der Federzüge lasten über die Schulterpolster auf den Schultern und somit auf Beckenboden und Bauch
- die Sicherstellung der Wirbelsäule (imprint) ist Voraussetzung für ein sicheres Training auf dem Reformer, was eine erhöhte Kontraktion (Anspannung) der tiefen Bauchmuskulatur der Schwangeren verursacht und eher gemieden werden soll
- Rückenlage
- Sturzgefahr auf Ebenen wie Kniestand, Sitz, aufrechter Stand, etc.
Von allen Trainingsgeräten mit Gewichtslastigkeit sind in der Schwangerschaft abzuraten
Für die Rückbildung nach der Geburt ist Pilates perfekt geeignet und empfiehlt sich nach der 6. Entbindungswoche und dem verordneten Rückbildungskurs.
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